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Stillen: Nähe, die satt macht. Zehn Tipps für eine schöne Stillbeziehung.

Willkommen in Deinem neuen Leben als Mama. Der wunderschönste und nervenaufreibendste Job auf der ganzen Welt. Wie hast Du Dir die ersten Tage mit Deinem Baby vorgestellt? Gemütlich Stillen im Schaukelstuhl, ein friedlich schlummerndes Neugeborenes, während Du ein entspannendes Bad nimmst? Jetzt sitzt Du hier, die Tränen laufen und die wunden Brustwarzen tun Dir weh. Dein Baby brüllt Dich an, will aber nicht an die Brust und Du hast keine Ahnung, was Du machen sollst. Entspannendes Bad? Guter Witz. Du würdest gerade alles für eine Fünf-Sekunden-Dusche geben. Wir von CUCA MOM wissen genau, wie es Dir geht. Deshalb haben wir hier zehn schnelle Tipps für Dich, die Dein Leben ein bisschen leichter machen können.

Muttermilch ist der Goldstandard

Schon in der Schwangerschaft hast Du wahrscheinlich die ersten Tropfen Vormilch bemerkt. Deine Brust bereitet sich auf das Stillen vor. Nach der Geburt stimulieren ein Hormonumschwung und das Saugen Deines Babys die Milchproduktion. Muttermilch ist in ihrer Menge und Zusammensetzung perfekt auf Dein Kind abgestimmt und konnte bis heute nicht kopiert werden. Die schützenden Antikörper sind einzigartig, wie eine Schluckimpfung.

Aller Anfang ist schwer

Vergiss nie, dass beim ersten Stillen zwei Anfänger aufeinandertreffen. Mach es Dir mit Deinem Baby bequem. Lehn Dich mit dem Rücken an und stell die Füße auf eine Fußbank. Auf Deinen Schoß legst Du ein Stillkissen oder ein anderes großes Kissen und darauf Dein Kind. Lass Dir von einer Hebamme zeigen, wie das Anlegen funktioniert. Am besten stillst Du nach Bedarf, also immer, wenn sich Dein Baby meldet.

Kleine Stolpersteine

Ein typisches Anfangsproblem beim Stillen sind wunde Brustwarzen. Abhärtung braucht etwas Zeit. Ganz wichtig ist, dass der Säugling immer Deine ganze Brustwarze samt Warzenhof im Mund hat. Möchtest Du Dein Kind von der Brust nehmen, schiebe vorsichtig Deinen kleinen Finger innen in den Mundwinkel Deines Babys und löse so den Sog. Halte Deine Brustwarzen nach dem Stillen sauber und trocken und trage bei Bedarf etwas reines Lanolin oder eine andere Brustwarzensalbe als Pflege auf.

Milchstau: wenn die Brust rot wird

Nicht nur bei Stress kann es vorkommen, dass Milchgänge in Deiner Brust anschwellen oder verstopfen und sich daher die Muttermilch in Deiner Brust staut. Das kann sehr schmerzhaft sein. Lege Dein Baby mit dem Kinn zu der verhärteten Stelle an, auch wenn das vielleicht etwas Akrobatik erfordert, und lass es den Milchstau wegtrinken. Abpumpen kann helfen oder eine Brustmassage mit Ausstreichen der Milch unter der warmen Dusche. Hole Dir auf jeden Fall Rat bei Deiner Hebamme. Aus einem Milchstau kann eine Brustentzündung werden.

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Baby im Streik

Ist Dein Kind schon ein paar Monate alt und wehrt sich plötzlich vehement gegen die Brust? Brüllt vor Hunger, lässt sich aber nicht anlegen? Dann ist Dein Baby in den Stillstreik getreten. Vielleicht wird es krank oder leidet an einer Verstopfung. Halte durch und pumpe notfalls ein paar Tage ab. Stille zur Ablenkung an ungewohnten Orten (Badewanne, Auto) und wahrscheinlich ist der Spuk genauso schnell vorbei, wie er gekommen ist.

Zubehör und Co.

In der Apotheke findest Du Hilfsmittel für Stillprobleme. Stillhütchen aus Silikon können wunde Brustwarzen schützen. Handmilchpumpen oder die schicke elektrische Variante geben Dir Freiraum, wenn Du ihn brauchst. Still-BHs sind praktisch und bequem. Stilleinlagen zum Wegwerfen oder Waschen bewahren Dein T-Shirt vor der Milchflut.

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Speisekarte für Mama

Viel Flüssigkeit ist wichtig für die Milchbildung. Stilltees sind gut verträglich und ein Malzbier hier und da kann die Milchmenge steigern. Nimm eine ausgewogene Mischkost zu Dir und verzichte zu Beginn auf scharfe Gewürze und stark blähendes Gemüse. Mit der Zeit bekommst Du heraus, ob Dein Baby auf irgendein Lebensmittel mit einem wunden Po reagiert.

Stillen in der Öffentlichkeit

Ein junger Säugling kann noch nicht lange auf seine Mahlzeit warten. Stillen in der Öffentlichkeit muss Dir nicht peinlich sein. Dreh Dich einfach mit dem Rücken zu eventuellen Zuschauern oder bedecke Deine Brust mit einem Spucktuch oder einem Stillschal.

Langzeitstillen

Wie lange Du stillst, geht nur Dich und Dein Kind etwas an. Auch im zweiten und dritten Lebensjahr passt sich Deine Muttermilch in ihrer Zusammensetzung den Bedürfnissen Deines Babys an.

Dein Baby und das Fläschchen

Hast Du jetzt geduldig sämtliche Tipps ausprobiert, mit drei Hebammen und zwei Kinderärzten gesprochen und trotzdem klappt es mit dem Stillen einfach nicht? Deine Nerven liegen blank, Deine Brustwarzen bluten und Dein Baby nimmt nicht zu? Weißt Du was? Lass das Stillen sein. Du kannst es mit Abpumpen probieren, aber in Deutschland findest Du auch eine große Auswahl an perfekt zusammengesetzten Säuglingsnahrungen, die Dein Kind im ersten Lebensjahr unterstützen. Mutterliebe befindet sich nicht in der Muttermilch.
Tausche Dich mit anderen Müttern in unserer CUCA MOM-Community über Dein neues Leben aus.

Remo H. Largo, Babyjahre: Die frühkindliche Entwicklung aus biologischer Sicht, Piper Verlag, München 2007
Thomas Baumann, Atlas der Entwicklungsgeschichte: Vorsorgeuntersuchung von U1 bis U10/J1, Georg Thieme Verlag, Stuttgart 2015

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